Dienstag, 22. Dezember 2009
"Fuck you, I won't buy what you tell me"!!!!
Geile Story müssten wir mal hier in Dland mit "Last Christmas" machen....da kotze ich nämlich jedesmal wenn ich das höre.
(cze) - Seit Jahren steht der jeweilige Gewinner der Casting-Show "The X Factor" zu Weihnachten auf Platz eins der britischen Charts. Um das endlich zu ändern, gründeten Facebook-User eine Gruppe - und hatten damit Erfolg.
"Rage Against The Machine for Christmas No. 1" nennt sich die Gruppe in der Social Community, die die Briten dazu aufrief, den stets kurz vor Weihnachten gekürten "X Factor"-Gewinner vom Charts-Thron zu stoßen. Denn die Hitliste zum Fest war in den letzten Jahren so vorhersehbar geworden wie Wahlen in Nordkorea, wie es der britische "Guardian" ausdrückte.
Um dies zu ändern, sollten möglichst viele Menschen das 17 Jahre alte Lied "Killing In The Name" der US-Band Rage Against The Machine kaufen und damit verhindern, dass Joe McElderry und sein Song "The Climb" an die Spitze der Charts klettern.
Was als fixe Idee begann, entwickelte dann eine solche Eigendynamik, dass am letzten Adventswochenende tatsächlich 500.000 Briten "Killing In The Name" gekauft hatten - während von McElderrys Single "nur" 450.000 Exemplare den Besitzer gewechselt hatten. Und auch die Facebook-Gruppe konnte beinahe eine halbe Million Mitglieder für sich verbuchen.
Simon Cowell, der Dieter Bohlen der Insel und "X Factor"-Juror, und sein Schützling zeigten sich immerhin als faire Verlierer und gratulierten der US-Band und den Initiatoren der Facebook-Gruppe, dem britischen Ehepaar Jon and Tracy Morter. In der BBC ließ es sich RATM-Sänger Zack De La Rocha dann aber doch nicht nehmen, genüsslich von einem Schlag gegen das "sterile Pop-Monopol" zu sprechen. Den Erlös wollen er und seine Bandkollegen zum Großteil spenden und die Briten fürs fleißige Kaufen ihres Songs mit einem Gratiskonzert im nächsten Jahr belohnen.
Die Morters versuchten im Übrigen nicht zum ersten Mal, über die Social Community die Charts zu beeinflussen. Laut der BBC wollten sie bereits im letzten Jahr dem 80er-Jahre-Schnulzensänger Rick Astley zu einem Comeback verhelfen - damals noch ohne Erfolg.